PS4 Test 2016

Ps4 KontrollerNachdem die Playstation 3 den Verkäufen aufgrund des sehr hohen Anschaffungspreises einen Dämpfer verpasste, bügelte Sony diesen Fehler aus und bietet  nun seine Playstation 4 für knapp 400€ an. Kurz nach der Konkurrenz-Konsole Xbox One, ist die PS4 nun auch im Handel verfügbar. Wohl kaum eine Konsolen-Generation stand so sehr in unmittelbarem Vergleich mit dem PC, wie die PlayStation 4. Mittlerweile gibt es immer bessere Möglichkeiten einen kompakten, spieletauglichen Wohnzimmer-PC einzurichten und auch die Hardware unterscheidet sich kaum noch von Konsolen. Spiele wie Battlefield 4  können allen drei Plattformen laufen (PS4, Xbox One, PC) und ermöglichen einen direkten Vergleich der Grafikqualität sowie der Leistung.  Bei der großen Konkurrenz stellt sich die Frage, ob sich die Anschaffung der Playstation 4 wirklich lohnt. Was kann das Modell der vierten Generation?

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Das Design der PS4

Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten. Die Mehrheit ist jedoch überzeugt, dass die PS4 mit ihrer von Fugen unterbrochenen Front in kühner Schräglage genau den Zeitgeist trifft. Außerdem erscheint die PS4 im Test von Anfang an stabil und kompakt – kein Vergleich zur wuchtigen Originalversion der PS3. Was auch schön ist, dass die PS4 die Stromversorgung direkt an Bord hat und es in ihrem Inneren derart luftig zugeht, dass es schon Gerüchte bezüglich einer kleineren PS4-Slim-Version gibt.

PS4 im Test: Die Grafik

Die PS4  ist im Test nicht nur optisch ein Hingucker, sie bringt auch Spiele scharf und mit nahezu originalgetreuen Farben auf den Bildschirm Die Grafikeinheit der PlayStation 4 stammt aus der »GCN«-Architektur (»Graphics Core Next«) aktueller Radeons. Sie verfügt über 18 Compute Units und Ihr Takt liegt bei 800 MHz. Insgesamt erreicht die PS4 eine Rechenleistung von 1,84 Teraflops, was in etwa mit dem dem Niveau einer Radeon R9 270 vergleichbar. Bei dem Test der PS4 zeigt sich auch, dass das Modell über einen deutlich schnelleren GDDR5-Speicher verfügt, den auch aktuelle Desktop-Grafikkarten für den PC nutzen.

Gehäuse, Startzeit & Laufwerke der PS4 im Test

Die Hardware der Playstation 4 ist in einem eher kleinen Gehäuse untergebracht. Der schlanke Gesamteindruck entsteht in erster Linie durch die geringe Höhe von 5,5 Zentimetern und das niedrige Gewicht von 2,8 Kilogramm, denn mit 30,5 Zentimetern ist die PS4 tiefer, als sie breit ist (27,5 cm).

Die Startzeit der Playstation 4 ist mit langsamen 5.400 Umdrehungen pro Minute ordentlich und das trotz der standartmäßig verbauten Notebook-Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Bis zur Profilwahl braucht die PS4 im Test rund 23 Sekunden. Abgesehen von dem kompletten Ausschalten lässt sich die Konsole auch in einen Bereitschaftsmodus versetzen. So ist das  das Aufladen des Controllers per USB möglich und die Internetverbindung bleibt aktiv. dDer Wiedereinstieg bei der vorherigen Position in Spielen ist damit allerdings nicht möglich.

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Multimedia und Controller

Hinsichtlich der Multimedia-Funktionen schneidet die PS4 im Test eher unterdurchschnittlich ab. Nicht mal Musik-CDs konnten abgespielt werden.  Auch wer  Musik, Videos, Fotos auf USB-Sticks oder externen Festplatten lagert, wird sich ärgern: Die PS4 spielt und zeigt sie nicht! Ein klares Manko, denn ihre Vorgänger erledigten das noch problemlos. Bleibt zu hoffen, dass noch ein System-Update von Sony folgt.

Spielehelden und Rennwagen lassen sich wie immer klassisch per Gamepad steuern. Dafür hat  Sony seinen  Controller nicht nur verändert, sondern auch spürbar verbessert: Ein Touchpad ist vorhanden und der Controller liegt besser in der Hand, dank der verlängerten Griffe. Übrigens steckt im Controller diesmal ein Lautsprecher, über den zum Beispiel Spielfiguren Anweisungen von sich geben.

Spielen mit der Playstation 4

Bei grafisch aufwendigeren Spielen zeigt sich im Test, dass die PS4 etwas lauter ist. Auch Tonverzerrungen sind möglich.  Ansonsten startet ein Spiel in 23 Sekunden, was verhältnismäßig schnell ist. Im Test brauchte die PS4 weitere 30 Sekunden, bis „Call of Duty – Ghosts“ startklar war. Den Shooter präsentiert die Konsole scharf und in satten Farben. Übrigens: Ältere Spiele der PS3 laufen auf der vierten Version nicht. Es bleibt zu hoffen, dass bald noch ein Update folgt.

Die PS4 im Test: Das Fazit

Wer von der der fehlenden Abspielfunktion für Fotos, Videos und Musik per USB-Stick oder externer Festplatte absehen und Tonverzerrungen in Kauf nehmen kann, den erwartet mit der Playstation 4 dennoch ein Gerät im guten Preis-Leistungsverhältnis. Für einen geringen Preis bekommt man einen moderaten Stromverbrauch, ein hohes Arbeitstempo und eine sehenswerte Grafikleistung geboten. Allerdings hat der Test der PS4 auch einen wirklich gravierenden Nachteil gefunden: Zum Start gibt es wenig Spiele, die das Potenzial der Konsole wirklich ausreizen – das gilt allerdings auch für die Xbox One. Zudem fällt die fehlende Abspielfunktion für Fotos, Videos und Musik per USB-Stick oder externer Festplatte schon sehr ins Gewicht – wer heute ins Wohnzimmer will, darf bei solch simplen Aufgaben nicht schon vorher schlapp machen! Dennoch: Die PS4 im Test hat ergeben, dass man ein moderates Preis-Leistungsverhältnis bekommt und die Nachteile nicht allzu sehr ins Gewicht fallen.

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